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Kitsrettung Bünsdorf e.V.Einsatz von Wärmebildkameras zur Rettung von Rehkitzen

Im Frühsommer setzen die Ricken ihre Kitze etwa zu der Zeit, wenn auch die Landwirte die erste Mahd einfahren, um genug Heu für ihre Nutztiere zu ernten. Die Kitze werden von den Muttertieren häufig ins hohe Gras abgelegt, gleich nachdem sie gesetzt wurden. In der ersten Zeit nach dem Setzen sind die Kitze noch nicht mobil und können den Schlag, wenn die Mahd erfolgen soll, nicht aus eigener Kraft verlassen. Bislang sind Jäger mit ihren Vorstehhunden und aktive Naturschützer unmittelbar vor der Mahd durch die Felder gestreift, um die Kitze zu finden und außer Reichweite der Mähmaschinen zu bringen. Doch die Technik bringt neue Möglichkeiten: mit Drohnen, ausgestattet mit leistungsfähigen Wärmebildkameras, können die Kitze sicher aufgespürt werden, wie es in einigen Revieren sehr erfolgreich getestet werden konnte. Sie werden dann von Helfern vorsichtig eingesammelt und in Auffangtaschen verwahrt, bis die Mahd erfolgt ist. Das Ganze spielt sich im Mai und Juni sehr früh morgens ab, oft schon mit Sonnenaufgang, unmittelbar bevor der Landwirt mit seiner Arbeit beginnt. Nach der Mahd werden die Kitze wieder an ihren Setzort zurückgebracht und die Ricken können sich weiter um ihre Kitze kümmern.

Der Erfolg dieser Maßnahmen hat die ehemalige Bundesregierung veranlasst, den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik in der Kitzrettung deutschlandweit mit Fördermitteln in Höhe von 3 Mio. Euro weiter voranzutreiben.

Im Frühjahr erfuhr ich durch eine jagdliche Fachzeitschrift, dass das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Drohnen mit Wärmebildkameras für die Rettung von Rehkitzen mit bis zu 60 % fördert. Allerdings ist die Förderung an vielerlei Bedingungen geknüpft. so hatten beispielsweise nur eingetragene Vereine Anspruch auf diese Förderung.

Der nächste Schritt war also die Gründung des Vereins, das Erstellen einer Satzung im Sinne der Gemeinnützigkeit und Tierschutz und die Beantragung beim Amtsgericht Kiel auf Eintragung ins Vereinsregister. Eine anschließende Prüfung beim Finanzamt Flensburg wurde positiv beschieden. Somit ist es dem Verein Kitzrettung Bünsdorf e.V. gestattet, offiziell Spenden annehmen und Zuwendungsbescheinigungen ausstellen zu können.

Danach wurde der Förderantrag beim BLE gestellt. Es folgt die Genehmigung und Bestellung von zwei Drohnen mit hochauflösender Wärmebildtechnik (Kostenaufwand 11.959,50 Euro). Die Förderung vom BLE betrug 7.175,70 Euro.

Ans Fliegen war jedoch zunächst noch nicht zu denken: Erst mussten die Drohnen (typbedingt) beim Luftfahrt Bundesamt registriert und gekennzeichnet werden. Die Steiggenehmigung für die Piloten wurde beim LBV beantragt. Und für die Piloten war es erforderlich einen Kompetenznachweis A1/A3 zu erlangen. Viel Aufwand, aber schlussendlich für eine gute und wichtige Sache.

Finanziell ist noch Einiges zu stemmen. Über Spenden freut sich der Verein Kitzrettung Bünsdorf e.V. Das Vereinskonto führt unser Kassenwart Carsten Braumann, Stichwort Kitzrettung,

IBAN: DE61 7012 0400 8313 5690 09, Consorsbank.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Gemeinde Bünsdorf, die unseren Verein mit 1000,00 Euro unterstützt.

Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung:

Rolf Vogt, 1. Vorsitzender,
Telefon: 0157 51513187

Weitere Mitglieder des Vorstandes:
Carsten Sieh-Petersen, 2. Vorsitzender
Christina Kleimeier, Schriftführerin
Carsten Braumann, Kassenwart
Erik Kröger und Georg Poplawski, Beisitzer