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Ausgabe 2011
Inhaltsverzeichnis
Liebe Leser des Bünsdörpers!
Ich bedanke mich ganz herzlich - sicher auch in Ihrem Namen - bei allen Beiträgern, die uns auch diesmal wieder mit interessanten Informationen aus Bünsdorf und Umgebung versorgt haben, nämlich:
- Über die Königskette der Bünsdorfer Gilde
- Turnen unter neuer Leitung
- Kinderfasching 2012
- Altenclub Bünsdorf
- Naturpark Hüttener Berge
- Segeltörn der Feuerwehr
- Das Feuerwehrjahr 2011
- Das Landjugendjahr 2011
- Neujahrspunsch 2012
- Schnelles Internet
- Die Bünsdorfer Mühlen
- Mitteilungen des Bürgermeisters aus der Gemeinde (u. a.: Straßenreinigungssatzung, Feuerwehr, Kindergarten und Straßenbau).
Wer etwas Mitteilenswertes, wovon er selbst Kenntnis hat, in De Bünsdörper Nr. 15 vermisst, sei ermutigt, sich an mich zu wenden. Wir finden bestimmt für die nächste Ausgabe eine passende Lösung.
De Bünsdörper wünscht allen Lesern eine angenehme Lektüre, Frohe Weihnachten und ein erfreuliches Neues Jahr!
[Text: Wolfgang Zielonka]

De Bünsdörper
Über die Königskette der Bünsdorfer (Brand-) Windgilde
Gleich zu Beginn des Beitrages: Wer sich eingehender über die Geschichte, die Statuten und weitere Besonderheiten der Bünsdorfer (Brand-) Windgilde informieren möchte, den verweise ich auf die Festschrift zur 300-Jahr-Feier der Gilde aus dem Jahre 1985, die beim Ältermann (heute würde man sagen: Geschäftsführer), Johannes Rathje, bei mir und ich denke, bei vielen weiteren Gildebrüdern vorliegt. In diesem Beitrag für den „Bünsdörper“ beschränke ich mich als „amtierender König“ auf ein paar Ausführungen zu dem „Statussymbol“ des Königs: der Königskette. Vorweg aber noch einige Fakten (zum Teil aus der Festschrift):
Bereits vor dem 30-jährigen Krieg und besonders danach gab es Zusammenschlüsse zu Hilfsgemeinschaften im Falle von Brandkatastrophen. Diese Gemeinschaften verpflichteten sich in der Regel, vorrangig zur gegenseitigen Hilfeleistung durch Hand- und Spanndienst und weniger durch Geldleistungen. Solche Schutzgemeinschaften fanden schnell im Land Anklang. Je mehr der Segen der Solidaritätsleistungen aller im Falle eines Brandes bekannt wurde, desto mehr Gilde-Gründungen erfolgten. Im Laufe der Zeit bildete sich dann aber das Versicherungswesen immer mehr heraus, und in der Folge gingen die Aufgaben der Brand-, Sturm- und ähnlicher Gilden in deren Zuständigkeit über. Heute steht die Pflege der Geselligkeit und der Gemeinschaft mehr im Vordergrund. Das alljährlich stattfindende Gildefest stellt einen festen Bestandteil im kulturellen Leben unserer Gemeinde dar. An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß unsere Gilde für alle Bürger der Gemeinde offensteht; wir heißen jeden Interessierten herzlich willkommen! Am Tag der Gildefeier findet dann nach dem „Abholen“ des Königs - die amtierende Königin hat sich dort bereits eingefunden- ein musikbegleiteter Umzug durchs Dorf statt. Es schließt sich die Gildeversammlung an und anschließend bewirtet der König die Gildemitglieder, bevor der neue König durch Luftgewehrschießen und Würfeln ermittelt wird. Parallel dazu wetteifern die Damen beim „Fischwerfen“ ( ein Vogelkörper aus Holz mit einer Metallspitze wird an einer Schnur geführt auf eine Schießscheibe geworfen) um die Königin-Würde. Zu Beginn des abendlichen Balls wird dann das neue Königspaar proklamiert und Königin und König schmücken sich mit einer Kette. Mich persönlich hat die altehrwürdige Kette des Königs so beeindruckt, daß ich versucht habe, alle Gravuren auf der Kette zu entziffern. Folgende „Könige“ haben im Laufe der Jahre diese Kette mit Stolz für ein Jahr nach Hause tragen dürfen.
Ich wünsche allen viel Spaß beim Durchstöbern der „Königsliste“, frei nach dem Motto: Wie schnell vergeht doch die Zeit, aber den kenne ich noch und den auch noch und das der mal König war, weiß ich noch ganz genau!
Mit durchlauchtigen Grüßen
Euer Gildekönig
[Text: Hans Kröger]
Turnen unter neuer Leitung
Hannelore Besser nach über 30 Jahren verabschiedet
Am Donnerstag, 3. März 2011 konnten wir in der Sporthalle mit den Kindern unserer Kinderturngruppen und am direkt folgenden Freitag im Rahmen unserer Mitgliederversammlung Frau Hannelore Besser als Übungsleiterin verabschieden. Nach über 30 Jahren Tätigkeit für den Verein viel uns der Abschied nicht leicht. Denn, Frau Besser hat in den Jahren ihrer Tätigkeit in besonderem Maße die Kinder- und Jugendarbeit geprägt und nicht zuletzt durch ihr großherziges Engagement wertvolle Arbeit im Bereich der körperlichen Entwicklung junger Menschen geleistet. Frau Besser verdient für ihre Leistung unsere größte Anerkennung.
Dennoch viel uns insgesamt der Abschied am Ende etwas leichter als ursprünglich gedacht. Frau Besser hatte bereits frühzeitig den Vereinsvorstand darüber informiert, dass sie ihre Tätigkeiten aus persönlichen Gründen aufgeben möchte. So haben wir über ein dreiviertel Jahr lang eine adäquate Nachfolgerin oder einen Nachfolger gesucht. Die Suche gestaltete sich äußerst schwierig. Ausgebildete Übungsleiter und Übungsleiterinnen für die verschiedenen Bereiche des Kinderturnens gibt es nicht im Überfluss. Zwischenzeitlich wurden auch die Kinder darüber informiert, dass womöglich eine Fortführung des Kinderturnens nicht gewährleistet werden kann. Der Vorsitzende des SSV Bünsdorf, Thorsten Schulz, hatte für die Mitgliederversammlung – zumindest gedanklich – seine Ansprache zur Einstellung des Betätigungsfeldes Turnen für Kinder schon fertig, bevor sich am 27. Febru-ar eine Wende abzeichnete. Der Vorstand traf sich mit einer jungen Mutter, welche Interesse an der Übernahme von Frau Bessers Übungsstunde signalisierte. Nach einem anregenden Gespräch und Gedankenaustausch wurde man sich auch einig. So konnte noch rechtzeitig die „Neue“ vorgestellt werden, ohne den Kindern eine längere Unterbrechung ihrer Turnaktivitäten zuzumuten. Wir freuen uns, dass wir mit Mirja Becker eine motivierte junge Mutter gefunden haben, die noch vor den Sommerferien die Prüfung zur Übungsleiterin bestanden hat.
Wir wünschen ihr an dieser Stelle für ihre zukünftigen Aufgaben viel Erfolg.
[Text: Thorsten Schulz]
Kindergarten und CDU laden ein
Am 9. März konnten wir mit ganz ganz vielen Kindern und ihren Eltern aus Bünsdorf und den benachbarten Gemeinden ein richtig tolles Faschingsfest im Landgasthaus „König Ludwig“ feiern. Mit einem abwechslungsreichen Programm für junge und etwas ältere Kinder sowie für jung gebliebene Eltern sorgten unsere Kindergärtnerinnen für ein ansprechendes und spannendes Programm. Zahlreiche Mütter und Väter sorgten wiederum mit Kuchenspenden dafür, dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam. Allen die zum Gelingen beigetragen haben, gebührt an dieser Stelle unser herzlichster Dank.
Am Aschermittwoch, 22. März 2012, wollen wir die Traditionsveranstaltung fortführen und die aktuelle Faschingssaison mit dem Kinderfaschingsfest im Landgasthaus „König Ludwig“, Bünsdorf, abschließen und laden alle Närrinnen und Narren herzlich ein. Um 15 Uhr beginnt das närrische Treiben mit vielen fröhlichen Spielen, Tanz und Gesang im großen Saal des Landgasthauses.
Wer also Lust hat, der merkt sich schon heute diesen Termin vor und trägt ihn in seinen Kalender ein. Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich gesorgt. Mit Waffeln, diversen Kuchen und entsprechenden Getränken lässt sich bekanntlich noch schöner feiern.
[Text: Thorsten Schulz]
Jahresbericht für den Altenclub Bünsdorf 2011
1. Am 26. Januar 2011 trafen wir uns im König Ludwig um den Vortrag von Beate Schubert über „Corriten Boom" zu hören. Eine junge Holländerin, die während des zweiten Weltkrieges jüdischen Landsleuten Unterschlupf gewährte, bis sie selbst ins KZ kam. Beate hatte den Vortrag mit Dias unterlegt. Es war eine ergreifende Ausführung. Frau Gerke von der Presse war an diesem Nachmittag dabei, um mit dem Team des Altenclubs ein Interview zu führen, um einen Bericht für die Zeitung zu erstellen.
Unser Bingonachmittag am 23. Februar war wieder sehr lustig. Ilse Kühne und Elisabeth Kuhr hatten 100 Gewinne eingekauft, die wir am Vormittag nummeriert und aufgebaut hatten. Ilse Thode leitete das Bingospiel und zwei junge Helferinnen verglichen die Zahlen und verteilten die Gewinne. Heinz Bening erfreute uns mit einem musikalischen Potpourri. Im März hielt uns Herr R. Albers aus Neumünster einen Diavortrag über Paris. Seine Reiseberichte sind immer sehr interessant und spannend.
Am 20. April kam Frau A. Menzer aus Fockbek zu uns, um uns mit Geschichten, Liedern und Gedichten zu unterhalten. Sie sprach dieses Mal auch über „ fienen Kram". Dazu hatte sie eine wunderschöne Sammeltasse mitgebracht. Sie versteht es uns mit ihren Erzählungen zu fesseln, zumal sie auch einige plattdeutsche Geschichten dabei hat.
Am 25. Mai war dann unsere erste Busfahrt in diesem Jahr. Wir fuhren nach Hüllerup zu Familie Paulsen, die auf einem ehemaligen Bauernhof eine Porzellanbörse eingerichtet hat. Es war dort Ess- und Kaffeegeschirr von vielen Manufakturen und aus vielen Epochen, gut sortiert, ausgestellt. Wir tranken im ehemaligen Schweinestall Kaffee. Das Wetter war so schön, dass einige sogar draußen in der Sonne gesessen haben. Weiter ging es nach Handewitt um dort die Kirche anzuschauen. Ein Mitglied des dortigen Kirchenvorstandes stellte uns die Kirche vor. Anschließend machten wir einen Rundgang über den sehr gepflegten Friedhof.
Im Juni ging unsere zweite Busfahrt nach Kiel. Dort bestiegen wir bei der Holsatiamühle das Ausflugsschiff der Familie Petersen und fuhren ein Stück die Schwentine aufwärts und wieder zurück. Die Uferzone war fast urwaldartig bewachsen und wir konnten seltene Libellen mit blauen Flügeln beobachten. Die Sonne begleitete uns auch auf dieser Fahrt. Mit dem Bus fuhren wir dann nach Flüggendorf, um dort in Arps Gasthof Kaffee zu trinken. Auf der Rückfahrt wurde viel gesungen. Pastor Feldmann hielt eine Andacht und Frau G. Kath brachte uns mit ihren Geschichten zum Lachen.
Im Juli machten wir wie immer eine Sommerpause und starteten am 17. August zu unserer 140. Fahrt seit Bestehen des Altenclubs. Wir fuhren nach Ellerhoop-Thiensen ins Aboretum. Nach der Kaffeetafel in dem wunderschönen Hof-Cafe startete eine Gruppe von Teilnehmern mit Frau Brühe zu einem Rundgang durch die Themengärten. Es war sehr interessant und lehrreich. Alle Teilnehmer schafften es bis zum Lotusteich zu gehen um dort die einzigartigen Lotusblüten zu bewundern. Schön waren auch der Bernsteinpavillon und der mediterrane Garten. Am Eingang des Parks konnten wir dann noch Blumenspezialitäten erwerben. Frau Winter aus Bünsdorf, die als Gast mitgefahren ist, hatte viele Fotos gemacht und uns dann zur Verfügung gestellt.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür. Elisabeth Kuhr, die ja unser Fotoalbum zusammenstellt, sei hier auch noch einmal herzlich für ihre Arbeit gedankt.
Am 14. 9 trafen wir uns wieder im König Ludwig zum Altenclub-Nachmittag. Nach der Kaffeetafel und der Andacht hielt uns Herr Maas aus Schleswig einen Dia-Vortrag über eine Reise durch Kenia. Wir sahen und hörten viel über das Land, den Menschen dort, den Tieren und der Vegetation.
Unser Erntedank-Nachmittag war wieder ein Höhepunkt unserer Aktivitäten. Die Theatergruppe der Landjugend Bünsdorf brachte mit dem Theaterstück „Nochmal Glück hatt" alle Teilnehmer zum Lachen. Die Texte saßen gut, die Akteure sprachen laut und verständlich und die Gestik und Mimik der Darsteller war köstlich. Pastor Feldmann hielt eine Andacht und der Holzbunger Chor erfreute uns mit fröhlichen Herbstliedern.
Am 9. November besuchte uns Frau M. Horn aus Altenholz. Bei ihrem Besuch spielte sie Akkordeon und unterhielt uns mit bekannten Liedern. Auch ein Liederquiz war dabei. Sie brachte ihre schön illustrierten Texthefte mit und schafft es immer, dass alle mitsingen und schunkeln.
Unsere Weihnachtsfeier am 10.12. ist dann unser Jahreshöhepunkt. Wir veranstalten sie gemeinsam mit den politischen Gemeinden, deren Bürgermeister dann mit ihren Frauen zu Gast sind. Einige Damen der Sozialstation Fleckeby nehmen gerne teil, auch die beiden Sekretärinnen des Kirchenbüros. Der Holzhunger Chor begleitet uns bei den Weihnachtsliedern, die Kinder des Kindergartens Bünsdorf und die Jungschar der Kirchengemeinde Bünsdorf bieten ein fröhliches weihnachtliches Programm. Darüber freuen sich die Omas und Opas immer besonders, wenn sie ihre Enkel und Ur-Enkel auf der Bühne sehen.
Wir sind froh, dass wir den Teilnehmern des Altenclubs Bünsdorf ein so vielfältiges und anspruchsvolles Programm bieten können. Wir sind dankbar für die finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinde Bünsdorf und für die Spenden von Altenclubteilnehmern.
Wir hoffen, dass wir auch im Jahr 2012 ein viel-fältiges Programm für unsere Teilnehmer bieten können.
Sie haben gelesen, was im Laufe des Jahres im Altenclub geschieht. Vielleicht interessiert es einige von Ihnen, wie sich der Altenclubnachmittag gestaltet.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch das Betreuerteam werden die Mitglieder die seit der letzten Veranstaltung Geburtstag hatten geehrt. Sie erhalten ein brennendes Geburtstagslicht und eine kleine Bastelei. Unter der Begleitung von Heinz Bening mit dem Akkordeon bekommen die Geburtstagskinder ein Ständchen. Beate Schubert hält im Anschluss eine kleine Andacht, in der sie uns anschaulich und verständlich Bibeltexte nahe bringt.
Die sich jung und fit genug fühlen, bringen nun Kuchen und Käsebrote auf den Tisch und schenken Kaffee ein – ein fröhliches Stimmengewirr beginnt. Vor Ende der Kaffeetafel wird ein Sparschwein weitergereicht, in das jeder den Unkostenbeitrag oder auch etwas mehr einsteckt. Nach dem Abräumen der Tische, viele Hände helfen, beginnt dann der Vortrag oder die Diaschau – wie sie bereits lesen konnten.
[Text: Ilse von der Ahe und Team]
Bünsdorf - im Naturpark Hüttener Berge
Der Naturpark Hüttener Berge ist ein Tor zur Ostsee. Bünsdorf liegt im Naturpark.
Klein, aber fein, ist Bünsdorf beliebt bei Urlaubern, Einheimischen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Viele kennen Bünsdorf von Seminarbesuchen und Veranstaltungen im Erholungszentrum, waren zu Gast bei unseren Ferienwohnungsvermietern oder im König Ludwig oder noch vom berühmten Seefest. Insgesamt wird das Kleinod Naturpark Hüttener Berge zunehmend bekannter. Der im Juni 2009 gegründete „Naturparkverein Hüttener Berge“ hat inzwischen 49 Mitglieder, davon 23 Gemeinden, Ämter und Institutionen und 26 Einzelpersonen. Zur neuen Saison ist geplant, dass wir, wenn wir im Naturpark unterwegs sind z. B. als Fahrradfahrer, Wanderer oder Reiter uns noch besser zurechtfinden sollen, denn die Ausschilderung von übersichtlichen Karten, Themenrouten, zentralen Stelltafeln und leicht erkennbaren Einfalltoren in den Naturpark sind inzwischen in Arbeit und das Projekt Besucherinformations- und -lenkungssystem (BIS) geht 2012 dem Ende zu.
Das Projekt „Rundweg um den Wittensee“, insbesondere zwischen Haby und Bünsdorf nimmt zunehmende Gestalt an. Es wird derzeit eine Route verfolgt, die uns Einheimischen und den Besuchern des Naturparks einen attraktiven, erholsamen Rundweg um den See mit einer gleichzeitig enormen Wegeverkürzung bringen könnte. Sie dürfen weiter gespannt sein.
Seit 2011 ist das Amt Hüttener Berge aktiv dabei, das Projekt „Revitalisierung des Wittensees“ voranzubringen. Zahlreiche Maßnahmen wurden von den anliegenden Kommunen bereits ergriffen, um die Einträge in den See zu verringern. Für das Thema Landwirtschaft wurde ein „Runder Tisch“ bestehend aus Landwirten, Wasser- und Bodenverband, Landwirtschaftskammer, Bauernverband, untere Wasser-behörde und anderen Betroffenen gegründet.
Ende September wurden die Kreisforsten an das Land Schleswig-Holstein übergeben, unser Projekt Waldkinderspielplatz in den Forsten am Rammsee wird daher ein wenig verzögert erst im nächsten Jahr in Angriff genommen. Geplant ist in den nächsten zwei Jahren ein Naturparkfest. Nur gemeinsam können wir unseren ländlichen Raum attraktiv gestalten und weiter entwickeln. Bleiben Sie weiter am Ball, auch wenn Einiges nicht immer so schnell geht, wie jeder es sich wünscht. Besuchen Sie gerne unsere Homepage.
Natürlich freuen wir uns jederzeit über neue Mitglieder und Förderer sowie Menschen, die über den Naturpark sprechen. Den Vordruck für eine Mitgliedschaft finden Sie bei uns unter: Mitgliedschaft
Für mich ist klar, wir brauchen Sie dafür, als Einzelperson oder als Aktive/r bei der Landjugend, als Landfrau, Sportler, Feuerwehr, Jäger, Kirche, Unter-nehmer/in und Macher/in, egal, ob Sie Landwirt, Förster, Künstler sind.
Ermuntern zur Mitarbeit möchten wir auch die Senioren und Seniorinnen mit Ihrem breiten Erfahrungsschatz über die Region, in der wir leben.
Bei Fragen, Anregungen und Projektideen ist der Vorstand (Hans-Claus Schnack, Klein Wittensee 1. Vorsitzender; Hans Ulrich, Damendorf, 2. Vorsitzender; Karl Klinke, Borgstedt, Kassenführer; Karola Sieh-Petersen, Bünsdorf, Schriftführerin sowie Ulla Gosch, Holzbunge, Friedrich Bartmann, Ahlefeld und Lydia Vaske, Bünsdorf alle drei Beisitzer/innen) für Sie als Ansprechpartner da.
Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest 2011 wünscht
[Text: Lydia Vaske]
Männertörn der Bünsdorfer Feuerwehr
Am 9. Mai um die Mittagszeit bestiegen Männer der Bünsdorfer Feuerwehr mit Kameraden der Partnerwehr aus Göllin, den letzten Zivildienstleistenden des Erholungszentrums und weiteren Männern, die der Organisator der Segeltour, Eberhard Schubert (Leiter des Erholungszentrums) begeistern konnte, einen wunderschönen Traditionssegler am Thiessenkai in Kiel. Für fünf Tage sollte nun die „Oban“ unser Zuhause sein. Mit 39m Länge und 370m2 Segelfläche machte der Zweimast-Schoner schon an der Kaimauer einen imposanten Eindruck. Kaum hatten wir bei strahlendem Sonnenschein das Schiff beladen und erste Instruktionen des Skippers erhalten, hieß es auch schon „Leinen los“.
Und die Leinen machte nicht der Skipper und sein Schiffsmaat los, sondern wir. Unsere Aufgabe war es, dass gesamte Schiff zu übernehmen: an- und ablegen, Segel setzen, steuern, wenden und am Ende auch noch navigieren. Um einen wirklichen Urlaub zu genießen, müssen Männer nicht nur auf dem Badehandtuch liegen. Im Gegenteil, nur mit vollem körperlichen Einsatz von 5-6 Männern konnten die Hauptsegel mit einer bestimmten Technik hochgezogen werden. Und dann bricht sich Urlaubsstimmung Bahn, der sich wohl kein Mann entziehen kann, der das mal miterlebt hat. Kaum sind die Segel in den Wind gestellt, blähen sie sich auf. Die Leinen straffen sich, das Schiff nimmt fahrt auf und wird schneller, immer schneller. Es neigt es sich zur windabgewandten Seite und fängt an über das Wasser zu surren, Gischt spritzt und die typische Männerfrage kommt auf: „Wie schnell fahren wir denn?“
Da wohnt man nun sein Leben lang im schönsten Bundesland der Welt und hat die Südsee vor der Haustür – also die Dänische Südsee - und war bisher so selten da. Die Welt vom Wasser aus, bestimmt von Wind und Wellen, ist wirklich traumhaft und erholsam. Denn von Anfang an bestimmt nicht der Terminkalender oder eine demokratische Abstimmung unseren nächsten Ankerplatz sondern der Wind. Und kaum aus der Kieler Förde heraus, bestimmte der Wind gleich eine Planänderung. Statt Marstall hieß das Ziel für den ersten Tag Sønderborg. Am nächsten Tag segelten wir durch den Alsenfjord, bestaunten die vielen Villen mit Ufergrundstück und den dänischen Mut zu so viel architektonischer Eigenwilligkeit. Die kleine autofreie Trauminsel Lyø mussten wir leider links liegen lassen, weil bei dem schönsten Sommerwetter im Mai alle Anlegeplätze belegt waren. Aber die kleine Hafenstadt Faaborg entschädigte mit ihren malerischen Gässchen, alten Häusern und einem herrlichen Sonnenuntergang. Am nächsten Tag bestimmte der Wind oder besser die Windstille „Angelpause“! Eine Angel auswerfen und immer wieder leer einholen, sorgt bei Männern ja auch für bestimmte Gefühle. Die wurden unnötig verstärkt durch einen dänischen Ruderbootkapitän, der es wagte mit seinem gefangenen 1,5m Fisch in seiner Nussschale aufzustehen und mit seiner freien Hand zu uns rüberzuwinken. So etwas kann eine Männerseele auch verletzen. Zum Glück konnten wir uns aus unserem kleinen Stimmungstief Dank eines Riesenkatapultes und entsprechender Wasserbombenbewaffnung locker herausschießen. Wir warnen in der Lage anderen Seglern bis auf eine Entfernung von mehr als 50m zu helfen, mit der Sommerwärme im Mai umzugehen und punktuell abzukühlen. Weitere Häfen unserer Reise waren Marstall und Kappeln. Nachdem wir uns auch von den Kappelern mit Wassererfrischungen in Luftballons verabschiedet und die schöne Schlei verlassen hatten, frischte der Wind kräftig auf. Für die letzte Etappe galt es noch einmal richtig mit Segeln und Tampen zu kämpfen. Bei unserem Hunger nach Geschwindigkeitsrekorden holte sich der eine oder andere schon mal einen nassen Fuß, weil die Oban mit einer rassigen Kränkung durch die Elemente pflügte und Wasser an Deck spülte. So muss Urlaub sein. Am Ruder stehen, ein Riesenschiff durch die Wellen dirigieren oder im Netz des Klüverbaums direkt über dem Wasser relaxen – alles haben wir erlebt. Wer sich dann noch vorstellen kann, wie man bei ausgezeichneter Küche unter einem Sonnendach an Deck mit einem Bier in der Hand einen ausklingenden Sommerabend bestaunen kann, ahnt, was Erholung ist. Übrigens können sich Männer entgegen allen Behauptungen doch stundenlang unterhalten. Wir haben es getan und das Zusammensein genossen. Das i-Tüpfelchen hat uns dann noch unser Ex-Bünsdorfer Feuerwehrmann Leo L’hoest mit seinen morgendlichen Kurzimpulsen beschert – nachdenkenswert, praktisch, einfach klasse
Unser Riesenkatapult mussten wir am Ende dem Skipper überlassen, damit er auch andern Männern aus Stimmungsschwankungen heraushelfen kann. Wir haben es gerne getan, wissen wir doch, dass wir mit der doppelten Anzahl wiederkommen. Und wer noch Lust hat mit uns Bünsdorfern und der Oban vom 29.05. – 03.06.2012 wieder in See zu stechen, der informiere sich einfach bei Eberhard Schubert im Erholungszentrum Bünsdorf.
[Text: Volker Riewesell]
Das Feuerwehrjahr 2011
Liebe Bünsdorferinnen, liebe Bünsdorfer,
mein Name ist Carsten Sieh-Petersen, ich möchte mich Euch/Ihnen als neuer Wehrführer der Gemeinde vorstellen. Am 4. 4. 2011 habe ich die Nachfolge unseres langjährigen Wehrführers Otto Büller angetreten. Ich wohne mit meiner Familie auf unserem landwirtschaftlichen Betrieb mitten im Dorf (Dörpstraat 20). Im Alter von 18 Jahren bin ich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bünsdorf geworden. Neben dem aktiven Dienst in der Wehr spielen für mich die Kameradschaft und die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren, unserer Partnerwehr aus Göllin, den Bünsdorfer Vereinen, dem Kindergarten, usw., eine wichtige Rolle.
Der aktive Dienst findet jeweils am ersten Dienstag im Monat statt. In diesem Jahr konnten wir Michael Möller aus Holtsee und Kerstin Fahr aus Bünsdorf für die Brandschutzerziehung und –aufklärung im Kindergarten gewinnen. Auch unsere Ehefrauen und sonstige Interessierte wurden – in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Holzbunge – im Umgang mit dem Feuerlöscher und den Gefahren im Haushalt geschult.
Unsere traditionellen Veranstaltungen, wie das Laternelaufen und der Herbstball, fanden großen Zuspruch. Der Herbstball im „König Ludwig“ am wurde von über 100 Personen besucht, es gab ein leckeres Büfett und die Musikgruppe „West“ sorgte für ausgelassene Stimmung bis in den frühen Morgen. Ein weiteres „Highlight“ war in diesem Jahr der Besuch unserer Partnerwehr in Göllin anlässlich der 825-Jahr-Feier des Ortes. Durch einige Neuzugänge ist die Anzahl der Aktiven auf 42 Kameradinnen und Kameraden angestiegen. Wir würden uns freuen, wenn weitere Interessierte zu uns stoßen würden, sprechen Sie mich gerne an.
Gleiches gilt für Jugendliche ab 10 Jahren. Hier erwartet Euch eine gut organisierte Jugendabteilung mit Dienstvorbereitung und Freizeitveranstaltungen. Bei Interesse steht hierfür die Leiterin unserer Jugendabteilung Kerstin Fahr unter Telefon 01736070693 oder per E-Mail:
kerstinfahr(at)yahoo.de für eine Kontaktaufnahme gerne zur Verfügung. Dort erhaltet Ihr ausführliche Informationen.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich auch im Namen des Vorstandes bei allen „Kuchenbäckerinnen“ zum Anlass der Ausrichtung einer Feuerwehr-Kreisveranstaltung ganz herzlich zu bedanken.
Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache:
Bedenken Sie bitte bei der Nutzung von Kerzen an Adventskränzen und Weihnachtsbäumen die Gefahr von Bränden. Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt! Außerdem beachten Sie bitte beim Abschießen der Raketen zu Silvester die geltenden gesetzlichen Bestimmungen, für Bünsdorf insbesondere die Abstandsregelungen zu Reetdachhäusern! Hierzu stehe ich für weitere Informationen gerne zur Verfügung.
Ihnen und Ihren Familien wünscht die Freiwillige Feuerwehr Bünsdorf ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Jahr 2012!
[Text: Carsten Sieh-Petersen]
Landjugendjahr 2011
Am 04.02.2011 begann mit der jährlichen Hauptversammlung das neue Landjugendjahr 2011. Von den anwesenden Mitgliedern wurden Gesa Hansen und Kai-Uwe Wieck zu den ersten Vorsitzenden gewählt.
Die erste Aktion der Landjugend war wie jedes Jahr das Bosseln zusammen mit der Feuerwehr und dem Sportverein. Die Landjugend startete mit zwei Teams, die erfolgreich die ersten Plätze von Hinten belegten, aber trotzdem mit viel Spaß dabei waren. Im April stand wieder unsere alljährliche Orientierungsfahrt vor der Tür. Zum 44ten mal starteten insgesamt 41 Autos vom Redderhus Parkplatz um eine rund 95 Kilometer lange Strecke mit zahlreichen Rätseln und Spielen zu bewältigen. Zwei Wochen später wurden dann auf unserem Oster-Orie-Ball im Redderhus in Holzbunge die Sieger Meike und Christina Schröder ernannt und gefeiert.
Im Mai rief der Vorstand zu einer 12 Stunden-Aktion in Hegenholt auf um dort unseren Lagerraum aufzuräumen und Dekoration zu basteln, die wir für unsere Scheunenfete am 04.06. auf dem Hof Jebe in Bünsdorffeld brauchten. Mit der Unterstützung vom vielen freiwilligen Helfern und wunderbarem Wetter gelang es uns dieses Jahr nach zwei eher mäßigen Jahren wieder ein gelungenes und lohnendes Fest zu veranstalten. Wir möchten uns ganz herzlich bei der FFW Bünsdorf, der Familie Jebe und allen Helfern für die Unterstützung bedanken.
Im Juli war die Landjugend wie jedes Jahr wieder beim Seefest hinter dem Tresen zu finden, wo wir wie jedes Jahr wieder viel Spaß hatten.
Im August luden wir zum dritten Mal die Familien aus Bünsdorf u.U. zu unserm Familienfest nach Sande ein. Es gab für die Erwachsenen Kaffee und Kuchen und für die Kinder viele Spiele, Kinderschminken, Stockbrot und eine Hüpfburg. Mit ca. 20 Gästen war die Beteiligung zwar eher mäßig, aber alle anwesenden hatten viel Spaß. Vielen Dank für alle Kuchenspenden!
Am 15. August lud die Landjugend zum großen "Schnitzel satt essen" seine Mitglieder in die Gaststätte Lehmsiek ein. Die erstmals gestartete Aktion wurde mit viel Begeisterung angenommen und wir werden, diesen netten und leckern Abend bestimmt wiederholen.
Im Oktober war es wieder Zeit für unsere Erntebälle in Bünsdorf im König Ludwig und in Holzbunge im Redderhus, bei denen unsere Theatergruppe das Plattdeutsche Stück „Nochmol Glück hatt“ aufführte und wieder viel Erfolg damit hatte. Am 26.10 startete unsere Tanzkurs „ Disofox für Fortgeschrittene“ an dem sich viele begeistere Pärchen beteiligten.
Im November war es wieder Zeit für unser traditionelles Grünkohlessen im Meierhof zu dem wir wie jedes Jahr wieder die Wohltäter der Landjugend einluden. Leider sind trotz sehr leckerem Essen nicht viele Landjugendliche der Einladung gefolgt. Außerdem veranstalteten wir am 18.11. unseren Plattdeutschen Theaterabend bei dem dieses Jahr die Landjugend Lindau-Revensdorf mit dem Stück "Der schöne Striet" zu Gast war, um zusätzlich zu unseren Stück aufzutreten. Die Einnahmen gingen dieses Jahr an den Kindergarten in Bünsdorf. Am 26.11 fuhren wir nach Neumünster um dort mit den Mitgliedern Paintball zu spielen was viel Spaß, aber auch blaue Flecken zur Folge hatte.
Im Dezember ist wieder am 25.12. unsere alljährliche Weihnachtstour nach Pahlen ins Pahlazzo an der Reihe. Gemeinschaftlich fahren wir mit dem Bus dorthin und werden hoffentlich einen schönen Abend mit viel Tanz und Spaß verbringen.
Wir hoffen auch für das nächste Jahr, dass alle unsere geplanten Aktionen gut angenommen werden und wir wieder viel Spaß miteinander haben werden, z.B. planen wir wieder eine Blutspendeaktion, die am 27.01.2012 ab 16 Uhr im Bünsdorfer Feuerwehrhaus statt finden wird.
[Text: Gesa Hansen ]
Neujahr 2012
Gemeinsam „Punschen“
Liebe Bünsdorferinnen und Bünsdorfer,
am Neujahrstag 2012 um 15 Uhr wollen wir wie in den vergangenen Jahren wieder gemeinsam mit Ihnen ganz zwanglos „Punschen“. Hierzu laden wir Sie ganz herzlich ein. Treffpunkt ist unsere Grillhütte am See. Lassen Sie uns gemeinsam das Jahr 2011 Revue passieren und auf die Zukunft mit Glühwein oder alkoholfreiem Punsch anstoßen.
Wir freuen uns, erneut mit vielen Mitbürgerinnen, Mitbürgern und Gästen nette Gespräche führen können. Egal ob Jung oder Alt, ob Mitglieder der CDU oder nicht, es sind alle Gäste herzlich Willkommen.
[Text: Thorsten Schulz]
Schnelles Internet in Bünsdorf
Fiete.net kommt im April 2012
Auf der Einwohnerversammlung am 5. Dezember wurde es amtlich: Herr Betz, LVB, gab offiziell bekannt, dass Bünsdorf im März 2012 an das Breitbandnetz des Zweckverbandes angeschlossen werden soll. „Grundvoraussetzung ist jedoch, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht“, so die klare Aussage von Herrn Betz. Dennoch können und sollten Interessenten bereits frühzeitig einen Antrag für die Internetnutzung stellen, um möglichst passgenau eine Umstellung des bisherigen Anschlusses hinzubekommen.
Bis zu 50 Mbit/s im Download können je nach Entfernung zum Verteilerkasten erreicht werden. Im Uploadbereich bis zu 2 Mbit/s. Der Einstieg mit 2 Mbit/s im Downloadbereich kostet 29,90 Euro/mtl. für die Internetnutzung. Hinzu kommt noch der Schnacktarif inklusive Flatrate für 10,00 Euro/mtl., mithin kommt man dann auf einen Betrag von 39,90 Euro pro Monat für Internetflat und Telefonieflat. Bei einer schnelleren Verbindung erhöht sich der Internettarif stufenweise bis hin zu maximal 44,90 Euro/mtl. für den sörf 50 Tarif. Fiete.net verspricht eine faire Abrechnung nach den tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten.
Darüber hinaus sind die Einrichtung des Anschlusses und das erforderliche DSL-Modem mit WLAN kostenlos und die bisherige Telefonnummer kann auf Antrag behalten werden.
Übrigens, der Breitbandzweckverband der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld und Hüttener Berge wurde am 09. Juli 2010 gegründet. Er hat die Aufgabe, im Verbandsgebiet eine qualitativ hochwertige Breitbandversorgung zu schaffen. Die-se dauerhaft bereitzustellen, zu unterhalten und mittels Dienstleistungskonzessionen eine schnelle Internetverbindung in den Zweckverband angehörigen Gemeinde sicherzustellen. Also sozusagen ein Bürgernetz bereitzustellen.
Das Gebiet des Zweckverbandes umfasst insgesamt 28 Gemeinden:
- dem Amt Dänischenhagen die Gemeinden Dä-ischenhagen, Noer, Schwedeneck und Strande;
- aus dem Amt Dänischer Wohld die Gemeinden Felm, Gettorf, Lindau, Neudorf-Bornstein, Neuwittenbek, Osdorf, Schinkel und Tüttendorf;
- aus dem Amt Hüttener Berge die Gemeinden Ahlefeld-Bistensee, Ascheffel, Borgstedt, Brekendorf, Bünsdorf, Damendorf, Groß Wittensee, Haby, Holtsee, Holzbunge, Hütten, Klein Wittensee, Neu Duvenstedt, Osterby, Owschlag und Sehestedt.
[Text: Thorsten Schulz]
Die Bünsdorfer Mühlen
In der ca. 1000 jährigen Geschichte der nordeuropäischen Windmühlen ist die Holländerwindmühle (=Kappenwindmühle) die modernste Entwicklung der klassischen Art, benannt nach dem holländischen Mühlenkonstrukteur J.A. Leeghwater, dem Erfinder der drehbaren Kappe. Dieser Mühlentyp verdrängte die altherkömmlichen Bockwindmühlen.
Friedrich Barbarossa erließ 1158 ein grundherrliches Gewerbebannrecht, zu dem auch der Mühlenzwang gehörte. Dieses Gesetz nutzen mit der Zeit immer mehr Grundherren und Verstöße wurden mit Strafe geahndet. Als nach 1750 von den holländischen Neusiedlern viele Holländermühlen aufgestellt wurden, durfte in diesen während der Zeit des Mahlzwanges nur Gersten- und Graupengänge betrieben werden. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in Preußen durch die Stein-Hardenbergschen Reformen das Gewerbebannrecht nach und nach abgeschafft. Diese neue Situation nutzte der junge Zimmermann Claus Selck und bat 1869 in einem Gesuch um die Konzession eines Mühlenbetriebes in Bünsdorf. Er erlernte das Mühlenhandwerk und auf dem Land (ehemals Erdbuch Nr. 263), das seine Mutter, die Witwe Margaretha Selck geb. Ploen, verwitwete Kuhr ihm, als Sohn aus 2ter Ehe, per „Überlassungscontract“ vom 23. März 1870 überschrieben hatte, baute er 1870 eine Kellerholländermühle.
Lange Jahre mussten die Bauern aus Bünsdorf und Umgebung ihr Getreide zum Mahlen zur Wassermühle nach Schirnau bringen. Dies änderte sich nun, nachdem die Eigentumsmühle von Claus Selck am Südrand des Dorfes errichtet worden war. Die Flügel, der zuerst reetgedeckten und später mit Zinkblech eingedeckten Mühle, waren mit Segeln bespannt und wurden mittels eines Steerts in den Wind gedreht.
Mehrfach wechselten im Laufe der Jahre die Mühlenbesitzer:
1875 Hans Sye aus Lehmbek
1880 Frens Hinrich Kuhr, Müller, 24 Jahre alt, ein Enkel von Margaretha Selck
1890 Emma Kuhr geb. Baasch (Erbin ihres verst. Mannes Frens Hinrich Kuhr)
1892 Johannes Marten, Müller (er heiratete die Witwe Emma Kuhr geb. Baasch)
1924 Heinrich Wiese aus Tetenhusen, dann Theodor Vorbeck aus Niedersachsen
1929 Johannes Marten, (war Eigentümer bis 1924) übernimmt aus der Konkursmasse von Th. Vorbeck wieder die Mühle und Ländereien zur weiteren Bewirtschaftung.
1930 Schicksalsjahr der Holländerwindmühle in Bünsdorf
Am 12.9.1930 herrschte ein starkes Gewitter über Bünsdorf. Sturmböen setzten die Flügel der Mühle verkehrt herum in Gang, sodass die Mühle heiß lief und in Brand geriet.
1931 Johannes Marten errichtet eine Motormühle. Der Müller Johannes Marten setzt in dem ca. 1910 aus Stein erbauten Scheunenteil an der Straße den Mahlbetrieb mit einer motorbetriebenen Mühle fort. Die Mühlsteine befanden sich im 1. Stock. Unten wurde das Getreide gereinigt und gebeizt. An dieses massive Steingebäude war hinten die alte ehemalige Pastoratsscheune aus dem Pastoratsgarten, die aus Ständerwerk und Blech bestand, angebaut worden. (Johannes Marten war Pächter des gesamten Kirchenlandes an der Schirnauer Au.) Diese Gebäude sind heute noch vorhanden.
1934 Julius Marten, gelernter Landwirt, übernimmt den väterlichen Betrieb
Julius Marten geb. 1905, war der jüngste Sohn von Johannes Marten und Ehefrau Emma geb. Baasch verw. Kuhr (eigentlich sollte sein im 1. Weltkrieg gefallener älterer Bruder Heinrich, der den Beruf des Müllers erlernt hatte, den Mühlenbetrieb erben)
1960 die alten Mahlsteine der Mühle werden entfernt und eine Schlagmühle eingebaut
1971 Heinrich Marten, 2ter Sohn von Julius Marten übernimmt den Betrieb, nachdem er seine Lehre zum Müller in Reinbek und die Ausbildung zum Landwirt in Rendsburg beendet hatte. Im Frühjahr und Herbst herrschte oft Hochbetrieb auf der Mühle. Bauern aus Rickert, Borgstedt, Lehmbek, Steinrade, Freienberg, Mohr, Holzbunge, Bistensee, Ahlefeld und Neu Duvenstedt kamen und brachten ihr Korn zum Reinigen, Beizen und Mahlen. Das von Unkraut gereinigte und gegen Schimmelkrankheiten gebeizte Korn wurde als Saatgut dann aufbewahrt.
Nach dem Bau der Handelsniederlassung der Raiffeisen Getreide AG in Schulendamm Anfang der 80iger Jahre kauften hier immer mehr Landwirte aufbereitete Saat und die Motormühle in Bünsdorf wurde fast nur noch für den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb von Heinrich Marten genutzt.
1983 wurde der Lohnbetrieb der Motormühle ganz eingestellt.
Der Straßenname „Möhlenbarg“ erinnert uns aber noch an die drei alten Mühlen von Bünsdorf.
[Text: Cornelia Kröger]
Literatur: Bünsdorf : Festschrift zur 800-Jahr-Feier
Das Leben auf dem Lande von Hans Hermann Storm
Wikipedia
alte Dokumente von 1870 Besitzer Kröger, Bünsdorf
Mitteilungen aus der Gemeinde - Der Bürgermeister:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
nachdem uns der vergangene Winter aus seinen eisigen Klauen entlassen hatte, - mit wieder beträchtlichen Kosten für den Winterdienst -, wartete das Frühjahr dann mit einer Trockenperiode auf, so dass die Landwirtschaft große Ertragseinbußen befürchten musste. Das „Sommerhalbjahr“ hatte dann mit reichen Niederschlägen zumindest bei den Landwirten und Touristikern auch nicht gerade freudige Stimmung aufkommen lassen. - Soweit die Wetternachschau.
Aus Sicht der Gemeindepolitik verlief das Jahr eher in einem ruhigen Fahrwasser:
Straßenreinigungssatzung
Die Gemeinde Bünsdorf hat bereits seit Jahrzehnten eine Straßenreinigungssatzung, in der die Pflichten der Gemeinde und der Grundstückseigentümer im Hinblick auf die Straßenreinigung festgelegt sind.
Aufgrund der geltenden rechtlichen Anforderungen musste die Satzung überarbeitet und neu angepasst werden. Gegenüber der alten Satzung hat sich an den Pflichten der Grundstückseigentümer im Wesentlichen nichts geändert. Die Inhalte der neuen Satzung haben wir Ihnen in einem Informationsblatt erläutert. In Ergänzung dazu möchte ich klarstellen, dass die Winterwartung der Gehwege (Beseitigung von Schnee und Eisglätte) den Grundstückseigentümern mit dem Eintrag „W“ im Straßenverzeichnis übertragen ist. Das Straßenverzeichnis finden Sie im Infoblatt oder im Anhang der Satzung, die im Internet auf der Gemeindeseite zur Verfügung steht.
In der Einwohnerversammlung am 05.12.11 wurde das Thema noch einmal vorgestellt und ich hoffe, dass damit anfängliche Irritationen und Missverständnisse ausgeräumt sind.
Bünsdorf hat mit seiner Lage im Naturpark Hüttener Berge eine besonders landschaftlich reizvolle Umgebung. Das Grün gehört zur Landschaft und zum Ortsbild. Der feuchte Sommer in diesem Jahr hat die Pflanzen ordentlich sprießen lassen. Aus gegebenem Anlass möchte ich Sie darauf hinweisen, dass zur Straßenreinigung auch das Beseitigen von Grünbewuchs gehört. Bitte denken Sie daran, auch Bäume und Sträucher soweit zurückzuschneiden, dass sie den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr nicht behindern.Im Bau- und Umweltausschuss wurde wiederholt bemängelt, dass diese Verkehrssicherungspflicht vielfach in der Gemeinde nicht beachtet wird. Ich möchte alle Grundstückeigentümer bitten sich ihren Bewuchs zur Straße noch einmal unter diesem Gesichtspunkt näher anzusehen. Sie können sich damit Ärger und dem Ordnungsamt des Amtes Hüttener-Berge Arbeit ersparen.
Feuerwehr
Nach über 30 Jahren im Amt hat die Gemeinde Bünsdorf ihren Wehrführer Otto Büller im Rahmen einer Feier verabschiedet. Neben Abordnungen der Wehren des Amtes und frühren Weggefährten waren auch die Kameraden aus dem mecklenburgischen Göllin gekommen um Otto zu verabschieden. Für die Feuerwehr und für die Gemeinde hat sich Otto Büller mit einem beispiellosen Engagement eingesetzt, das unsere höchste Anerkennung verdient.
Die neu gewählte Wehrführung unter Carsten Sieh-Petersen und seinem Stellvertreter Thomas Höpfner wurde in der Gemeindevertretung im April vereidigt und hat die Aufgabe nahtlos mit neuem Schwung weitergeführt.
Der Schulungsraum der Feuerwehr hat eine neue Schallschutzdecke erhalten. Durch diese Maßnahme konnte die Raumakustik erheblich verbessert werden. Im gleichen Zuge wurde der Raum neu tapeziert und unter Mithilfe der Feuerwehrkameraden eine neue Beleuchtung installiert.
Kindergarten
Der neue Betreuungsraum ist fertig gestellt und wurde von den Betreuerinnen und den Kindern gleichermaßen freudig in Beschlag genommen. Herzlichen Dank an unsere Vermieterin Frau Kerlen, die den Raum kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Das Gebäude in dem sich der Kindergarten befindet, steht aufgrund seiner ehemaligen Nutzung als Meierei direkt an der Straße. Von Anwohnern kam die Beschwerde, dass in diesem Bereich zu schnell gefahren wird und die Kinder daher gefährdet wären. Die Gemeinde hat daraufhin seit dem Sommer Geschwindigkeitsmessungen in beide Richtungen durchgeführt mit dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der Fahrzeuge das Gebäude mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 40 km/h passiert. Die Gemeindevertretung lehnt die Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h an dem engen und unübersichtlichen Straßenabschnitt ab, da eine Überwachung durch die Verkehrsaufsicht des Kreises und die Polizei nicht gewährleistet werden kann. Unter Mithilfe eines Verkehrsberaters des ADAC werden nun andere Wege gesucht, die Geschwindigkeit des Verkehrs ohne starke Behinderungen zu verringern.
An dieser Stelle möchte ich einen Appell an die Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Führer landwirtschaftlicher Fahrzeuge richten, die Geschwindigkeit am Kindergarten Bünsdorf entsprechend anzupassen.
Straßenbau und Deckensanierung
Eine weitere große Baumaßnahme, die im Sommer durchgeführt wurde, ist die Deckenerneuerung der Straße nach Wentorf. Damit ist ein weite-rer großer Baustein unseres Investitions- und Sanierungsprogramms der Deckenerneuerungsmaßnahmen auf den ortsverbindenden Gemeindestraßen abgearbeitet. Es verbleibt lediglich noch der Weg nach Mohr, der jedoch noch in einem relativ guten Erhaltungszustand ist und wohl noch einige Jahre durchhält. Probleme bereiten uns die Wirtschaftswege, da hierfür zum einen keine Fördermittel zur Verfügung stehen und zum anderen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge mit ihren großen Achslasten die Wege stark beanspruchen. Im Bereich Wentorf 4 ist für einen Teilbereich des Weges die dringende Erneuerung der Fahrbahn und der Wasserführung erforderlich. Aufgrund der hohen geschätzten Kosten ist die Sanierung im Sommerhalbjahr zunächst nur als wassergebundene Decke geplant.
Mitteilungen in Kürze
Die Vermessungsarbeiten für das öffentliche Kanalkataster sollen in den nächsten Tagen beginnen. Die anschließenden Spül- und Filmarbeiten werden dann voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres durchgeführt.
Die Überprüfung der privaten Kanalnetze ist wie schon berichtet zunächst bis auf weiteres verschoben.
Die Bauarbeiten für den Anschluss der Gemeinden Ahlefeld-Bistensee, Holzbunge und Bünsdorf an das Leerrohrnetz des Breitbandzweckverbandes wurden Ende November begonnen. Nach Auskunft des betreuenden Planungsbüros sollen bei entsprechender Witterung die Arbeiten in Bünsdorf noch im Winter beginnen. Der lang ersehnte Anschluss an das Glasfasernetz von „Fietenet“ kann dann wohl hoffentlich in der ersten Jahreshälfte 2012 erfolgen (siehe gesonderter Bericht).
Auf Antrag von Eltern aus Steinrade, stellt die Gemeinde das Baumaterial für ein weiteres Buswartehäuschen zur Verfügung. Die Bauarbeiten sollen noch vor Weihnachten beginnen. Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen.
[Text: Jens Kühne]











